Als überaus positiv bezeichnet der Präsident des Salzburger Wirtschaftsverbandes, Komm.Rat Wolfgang Reiter eine Initiative der SPÖ Frauen in Salzburg zur sozialen Absicherung von Unternehmerinnen. „Im Rahmen ihrer Herbstkampagne haben die SP-Politikerinnen Forderungspunkte aus unserem Wahlkampfprogramm zur Wirtschaftskammerwahl Ende Februar nächsten Jahres mit übernommen“, stellt Wolfgang Reiter fest.

„Es ist überaus erfreulich, dass nun auch von der Politik erkannt wird, wo die wahren Probleme der Einpersonenunternehmerinnen und auch –unternehmer liegen“, so Reiter weiter und sieht diese Kampagne als ersten Schritt in die richtige Richtung.

 „Wir wollen die Probleme und Herausforderungen mit denen sich selbstständige Unternehmerinnen beschäftigen eruieren und versuchen, politische Maßnahmen zu setzen, um ihnen den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern“, informierte Landesfrauenvorsitzende LAbg. Ingrid Riezler im Rahmen einer Pressekonferenz.

„Als selbstständige Unternehmerin weiß ich sehr gut über die Herausforderung von Kleinstunternehmerinnen Bescheid und nutze mein Wissen als SPÖ-Wirtschaftssprecherin für EPUs und KMUs, um auch im Nationalrat entsprechende Maßnahmen zu setzen“, berichtete Nationalrätin Conny Ecker.

Die SPÖ Frauen Salzburg haben bereits im Vorfeld der Kampagne zahlreiche Gespräche geführt. Aus diesen Gesprächen konnten Nationalrätin Conny Ecker und Landtagsabgeordnete Ingrid Riezler folgende Forderungen gemeinsam erarbeiten:

  • Aussetzen der SVA-Beiträge während des Mutterschutzes acht Wochen vor der Geburt des Kindes. Die Pflichtversicherung soll demnach ebenso wie beim Bezug von Kindergeld kostenlos sein.
  • Massiver Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und Anpassung der Öffnungszeiten an die Lebens- bzw. Arbeitsrealität der Eltern
  • Die Streichung der Grundumlage in Mutterschutz und Karenz (Frauen dürfen im Mutterschutz ohnehin nicht arbeiten, zahlen aber die Grundumlage)
  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz: Oftmals erhalten Frauen erst einen Kinderbetreuungsplatz, wenn sie eine Arbeitsbestätigung vorweisen können. Für selbstständige Frauen sollte es daher auch die Möglichkeit geben, bei Nachweis über den Fortbestand des Unternehmens Anspruch auf einen Betreuungsplatz zu erhalten.
  • Unternehmerinnen müssen bei jedem Arzt- und Krankenhausbesuch 20% Selbstbehalt zahlen. Darüber hinaus hat man erst ab dem 43. Tag Anspruch auf Krankengeld. Als Selbstständige bedeutet dies einen kompletten Einkommensausfall bei Krankheit. Daher fordern die SPÖ Frauen gemeinsam mit dem SWV einen Anspruch auf Krankengeld ab dem 4. Tag.

„Die Entlastung von Einzel- und Kleinstunternehmerinnen – insbesondere in der Karenzzeit und im Mutterschutz sowie die leichtere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind die wichtigsten Forderungen der SPÖ-Frauen“, so Riezler.