Verschwendung von Steuergeldern und Wirtschaftskammerbeiträgen muss umgehend gestoppt werden!

Den Praxistest hat die Plattform „Kaufhaus Österreich“ nicht bestanden, wie selbst die Auftraggeber Wirtschaftsministerin Schramböck und WKO Präsident Mahrer zugeben. „Warum werden dennoch Unsummen ausgegeben ganzseitige, österreichweite Inserate weiter geschalten?“, fragt sich SWV Präsident Peter Mörwald und kritisiert, dass „es keinen Cent Förderung für die Entwicklung bestehender, funktionierender Salzburger Plattformen wie bspw. marktninjas.at gibt.“

„Dieses Geld wäre sinnvoller als Hilfen für betroffene Unternehmen eingesetzt“, betont Christian Pewny, Landesobmann der Freiheitliche Wirtschaft

WKO und Ministerium muss Auftragsvergabe und Kosten transparent machen

„Wir verlangen eine Sonderprüfung der WKO Kontrolle, die Offenlegung aller Ausgaben für die Erstellung und Bewerbung des „Kaufhaus Österreichs“ und den sofortigen Werbestopp bis die Plattform funktioniert,“ sagt Josef Fritzenwallner, Landesobmann Wirtschaftsliste (WLS). „Selbiges verlangen wir auch von der Regierung. Zusätzlich wollen wir auch die Auftragsvergabe geklärt haben. Entsprechende parlamentarische Anfragen wurden bereits von den Oppositionsparteien eingebracht“, stellt die Salzburger UNOS Sprecherin Olivia Ulbing fest.

Schaden größer als Nutzen

Der kolportierte Preis von 650.000 EUR für eine regionale Einkaufsplattform, die im besten Fall an eine digitale Version der Gelben Seiten erinnert, ist mit keinem Argument zu rechtfertigen und klingt in den Ohren der Steuer- sowie Kammer-Beitragszahler wie blanker Hohn. Zahlreiche hämische Medienberichte und wütende Rückmeldungen von UnternehmerInnen zeigen deutlich, dass die Plattform mehr Schaden als Nutzen bringt.

Mehr Einsatz für die Unternehmen und Fehlerkorrektur statt PR Shows

UnternehmerInnen blicken angesichts des verlängerten Teil-Lockdowns in eine ungewisse Zukunft. „Wir erwarten von der Regierung mehr Ernsthaftigkeit und Kooperation mit wirklichen Experten von der Regierung und WKO Spitze statt ständiger PR-Shows die Unmengen an Steuergeld verschwenden. Stattdessen müssen endlich die versprochenen Hilfsgelder fließen und die dramatische Versäumnisse der letzten Monate schleunigst behoben werden.

Das es anders geht, zeigen uns Deutschland und die Schweiz: Weniger neue Schulden, weniger Arbeitslosigkeit, weniger PR Shows und parallel dazu weniger COV-Kranke und Tote in DE durch sachliche Zusammenarbeit mit Experten. Auch die Wirtschaftsleistung ist in unseren Nachbarstaaten weniger eingebrochen,“ stellen die Wirtschaftsverbände/listen abschließend fest.


Gemeinsame Presseaussendung des Salzburger Wirtschaftsverbandes (SWV), UNOS – Unternehmerisches Österreich, Wirtschaftsliste und Freiheitliche Wirtschaft

  • Peter Mörwald, Landespräsident SWV
  • Olivia Ulbing, UNOS Landessprecherin
  • Josef Fritzenwallner, Landesobmann Wirtschaftsliste
  • Christian Pewny, Landesobmann Freiheitliche Wirtschaft

Salzburg, 03.12.2020